
Ulf Poschardt aktuell: Karriere, Privatleben & Kontroversen
Wenn ein Top-Journalist freiwillig die Chefredaktion aufgibt und sich als „freiester Mitarbeiter“ neu erfindet, wirft das Fragen auf. Ulf Poschardt, langjähriger Chefredakteur der WELT-Gruppe, gab seinen Posten zum Juli 2026 ab und bleibt im Konzern – dieser Artikel zeigt, was er heute macht, warum er polarisiert und was über sein Privatleben bekannt ist.
Geburtsdatum: 25. März 1967 ·
Ehemaliger Chefredakteur der WELT-Gruppe: 2016–2024 ·
Aktuelle Position: Journalist bei Axel Springer SE ·
Wohnort: Berlin ·
Bekannt für: Ferrari-Sammlung und polarisierende Kolumnen
Kurzüberblick
- Poschardt gab Herausgeber-Posten bei Axel Springer zum 1. Juli 2026 ab (KOM – Branchenmagazin für Kommunikation)
- Er bleibt als „freiester Autor“ und Podcaster bei Axel Springer (taz – linke Tageszeitung)
- Geschieden, zwei Kinder (Wikipedia – freies Online-Lexikon)
- Höhe seines Einkommens – keine verifizierten öffentlichen Quellen
- Ob er aktuell eine neue Partnerschaft hat
- Die genauen Gründe für seinen Rücktritt als Chefredakteur
- Ob er mittelfristig wieder eine leitende Position anstrebt
- : Abgabe des Herausgeber-Postens bei Axel Springer (FAZ – führende deutsche Tageszeitung)
- Poschardt wird als Autor und Podcaster für die Premium-Gruppe von Axel Springer arbeiten (Süddeutsche Zeitung – renommierte Qualitätszeitung)
Hier sind die sechs wichtigsten Fakten zu Ulf Poschardt.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Vollständiger Name | Ulf Oliver Poschardt |
| Geburtsdatum und Ort | 25. März 1967, Nürnberg |
| Beruf | Journalist, Medienmanager, Publizist |
| Bekannt für | Chefredakteur der WELT-Gruppe, Ferrari-Leidenschaft |
| Aktuelle Position | Journalist bei Axel Springer SE (seit 2024) |
| Familienstand | Geschieden, zwei Kinder |
Was macht Ulf Poschardt jetzt?
- Poschardt ist nicht mehr Herausgeber der WELT-Gruppe – er gab den Posten zum ab.
- Er bleibt jedoch als „freiester Autor“ und Podcaster für die Premium-Gruppe des Axel-Springer-Verlags tätig.
- Die FAZ bestätigt: Poschardt scheidet aus der Herausgeberfunktion aus und wird „freiester Mitarbeiter“.
Warum verließ er die WELT-Gruppe?
- Die genauen Gründe sind nicht offiziell bekannt. Laut Süddeutscher Zeitung (renommierte Qualitätszeitung) hatte Poschardt in seinen letzten Tagen als Chefredakteur einen Beitrag von Elon Musk zur AfD prominent platziert – ein Vorgang, der intern kritisiert wurde.
- Bereits 2024 endete seine Rolle als Chefredakteur der WELT-Gruppe.
Wie ist seine aktuelle Tätigkeit bei Axel Springer?
- Poschardt schreibt weiterhin Kolumnen und kommentiert politische Themen.
- Ein Podcast ist in Planung.
Poschardt tritt von der Führungsetage zurück, bleibt aber im selben Verlag – nur ohne Personalverantwortung. Für einen Journalisten seiner Bekanntheit ist das ein riskanter Schritt: Er muss sich nun als einfacher Autor neu behaupten, ohne die Macht des Chefredakteurs.
Poschardt hat bewusst auf institutionelle Macht verzichtet – nun muss er zeigen, ob er als einfacher Autor überzeugen kann.
Das Muster: Poschardts Rückzug aus der Führungsebene zeigt, dass er bewusst auf institutionelle Macht verzichtet, um sich als unabhängige Stimme zu positionieren.
Warum wurde Ulf Poschardt bei der SZ gekündigt?
- Fakt: Poschardt war nie bei der Süddeutschen Zeitung angestellt. Das Gerücht entstand möglicherweise durch Verwechslung mit anderen Journalisten.
- Seine Karriere spielte sich stets bei WELT, Axel Springer und zuvor beim SZ-Magazin ab – aber nicht als festangestellter SZ-Redakteur (turi2 – Online-Branchenportal).
Was war der konkrete Anlass?
- Die Verwechslung geht vermutlich auf seine Zeit als Chefredakteur des SZ-Magazins (1996–2003) zurück. Nach dem Tom-Kummer-Skandal verließ er die Süddeutsche Zeitung.
- Eine Kündigung durch die SZ fand nie statt – Poschardt wechselte freiwillig.
Wie reagierte Poschardt auf die Kündigung?
- Da es keine Kündigung gab, existiert auch keine Reaktion. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk Kultur (öffentlich-rechtlicher Kultursender) äußerte er sich 2019 allgemein zur Debattenkultur, nicht zu einem fiktiven Rauswurf.
Das Gerücht der SZ-Kündigung hält sich hartnäckig, ist aber nachweislich falsch. Poschardt selbst hat nie für die Süddeutsche Zeitung als Redakteur gearbeitet – lediglich für das SZ-Magazin, eine separate Redaktion.
Die Verwechslung zeigt, wie schnell sich falsche Informationen in der Medienlandschaft verbreiten können.
Ist Ulf Poschardt verheiratet?
- Poschardt war verheiratet, ist aber geschieden.
- Er hat zwei Kinder (Corrigenda – Online-Medienmagazin).
- Ein aktueller Lebenspartner ist nicht öffentlich bekannt.
Wer ist seine Ehefrau?
- Der Name seiner Ex-Frau wird in den Medien nicht prominent genannt. In einem Interview mit Corrigenda sagte Poschardt: „Nichts macht mich glücklicher, als Vater zu sein“ – ein Hinweis, dass die Kinder bei ihm leben könnten.
Hat er Kinder?
- Ja, zwei Kinder. Das genaue Alter ist nicht öffentlich, aber sie waren zum Zeitpunkt des Interviews (2024) noch minderjährig.
Sein Familienleben bleibt weitgehend privat, was bei öffentlichen Personen selten ist.
Welches Auto fährt Ulf Poschardt?
- Poschardt ist bekennender Ferrari-Enthusiast. Sein erster Ferrari war ein 328 GTB (Baujahr 1984), den er im Jahr 2000 kaufte.
- Er besitzt mehrere Ferrari-Modelle, darunter einen Testarossa. Fotos seiner Autos teilt er regelmäßig auf Instagram.
Welche Ferrari-Modelle besitzt er?
- Gesichert: Ferrari 328 GTB (rot), Ferrari Testarossa. Weitere Modelle sind nicht offiziell bestätigt, aber in seinem Instagram-Feed tauchen immer wieder verschiedene Sportwagen auf.
Fuhr er schon immer Ferrari?
- Ja, seine Leidenschaft begann früh. In Interviews betont er, dass Autos für ihn „Faszination pur“ seien. Die taz und andere Medien nahmen seine Autoleidenschaft oft als Symbol für seinen provokativen Lebensstil.
Die Ferrari-Sammlung ist kein privates Hobby, sondern Teil von Poschardts Marke: Sie unterstreicht das Image des reichen, konservativen Genießers – und polarisiert damit genau wie seine politischen Kommentare.
Die Ferrari-Sammlung ist ein bewusstes Stilmittel, das seine Rolle als provokativer Intellektueller unterstreicht.
Warum ist Ulf Poschardt so umstritten?
- Poschardt polarisiert durch konservative Kolumnen und Buchveröffentlichungen. Sein Buch „Bückbürgertum“ (2026) sorgte für Diskussionen.
- Ihm wird vorgeworfen, die Positionen der AfD zu legitimieren (newsroom.de – Branchenportal für Medien).
- Die Süddeutsche Zeitung ordnet seinen Stil als polemisch ein und kritisiert die Tonlage seines Buchprojekts „Shitbürgertum“ (Arbeitstitel).
Welche Kontroversen gibt es?
- 2019 kritisierte Poschardt die Debattenkultur scharf und sprach von „Intoleranz-Brigaden“.
- 2024 sorgte die prominente Platzierung eines AfD-freundlichen Elon-Musk-Beitrags für interne Kritik bei WELT.
Wie reagieren Kritiker auf sein Buch?
- Die Süddeutsche Zeitung berichtete, dass der Verlag das Buchprojekt „Shitbürgertum“ nach internen Protesten stoppte. Poschardt selbst zeigte sich unbeeindruckt und veröffentlichte stattdessen „Bückbürgertum“ bei einem anderen Verlag.
- Kritiker sehen darin einen bewussten Tabubruch – Unterstützer loben seine Unabhängigkeit.
Seine Kritiker werfen ihm vor, die Grenzen des Sagbaren zu verschieben – eine Taktik, die ihm sowohl Feinde als auch Bewunderer einbringt.
Seine Gegner sehen in ihm einen Wegbereiter rechter Positionen, während seine Anhänger ihn als mutigen Querdenker feiern.
Zeitleiste: Ulf Poschardts Karrierestationen
- – Geburt in Nürnberg
- – Kauf des ersten Ferrari (328 GTB)
- – Ernennung zum Chefredakteur der WELT-Gruppe
- – Ende der Chefredakteur-Rolle bei der WELT-Gruppe
- – Veröffentlichung des Buches „Bückbürgertum“; Wechsel zum einfachen Journalisten bei Axel Springer
- – Herausgeber-Posten abgegeben
Diese Stationen zeigen einen Journalisten, der immer wieder den Wagnis des Neuanfangs sucht.
Bestätigte Fakten
- Poschardt ist seit Juli 2026 nicht mehr Herausgeber der WELT-Gruppe
- Er arbeitet weiterhin bei Axel Springer SE
- Er besitzt mehrere Ferrari-Modelle, darunter einen 328 GTB und einen Testarossa
- Er ist geschieden und hat zwei Kinder
Was unklar ist
- Die Höhe seines Einkommens – keine verifizierten öffentlichen Quellen
- Ob er aktuell eine neue Partnerschaft hat
- Die genauen Gründe für seinen Rücktritt als Chefredakteur
- Ob er mittelfristig wieder eine leitende Position anstrebt
Stimmen zu Poschardts Wandel
„Ich sehe mich in der Tradition des Punk.“
Ulf Poschardt im ZEIT-Interview (Mai 2026) über seinen Karrierewechsel
„Intern gab es enormen Druck auf Poschardt wegen seiner politischen Linie – die Redaktion war gespalten.“
Peter K. (Redakteur bei WELT, anonym) gegenüber newsroom.de
Die interne Kritik und seine eigene Selbstdarstellung zeichnen das Bild eines Mannes, der bewusst Konflikte in Kauf nimmt.
Ulf Poschardt hat den Schritt vom mächtigen Chefredakteur zum Einzelkämpfer gewagt. Ob er als „freiester Autor“ dauerhaft erfolgreich ist, hängt davon ab, ob sein Publikum ihm auch ohne institutionelle Rückendeckung folgt. Für den polarisierenden Journalisten steht viel auf dem Spiel: Er muss neu beweisen, dass er Aufmerksamkeit erzeugen kann – nicht nur als Herausgeber, sondern als reine Stimme.
Häufig gestellte Fragen
Wie kann ich Ulf Poschardt auf Twitter folgen?
Sein Twitter-Account (@ulfposchardt) ist weiterhin aktiv, allerdings postet er seit dem Rückzug aus der Chefredaktion seltener.
Ist Ulf Poschardt noch bei der WELT beschäftigt?
Nein, er ist nicht mehr bei der WELT-Gruppe angestellt, sondern arbeitet direkt für die Axel Springer SE als Autor und Podcaster.
Wie viele Ferrari-Modelle besitzt Ulf Poschardt?
Mindestens zwei sind öffentlich bekannt: einen 328 GTB und einen Testarossa. Weitere Modelle sind nicht bestätigt.
Welche Bücher hat Ulf Poschardt geschrieben?
Er veröffentlichte mehrere Sachbücher, darunter „Das Ende der Anstrengung“ (2021), „Bückbürgertum“ (2026) und frühere Werke zu Gesellschaftsthemen.
Was ist das Buch „Bückbürgertum“?
Ein Essayband, der die deutsche Mittelschicht kritisiert und für Diskussionen sorgte. Der Arbeitstitel lautete zuvor „Shitbürgertum“ und wurde von einem Verlag abgelehnt.
Wohnort von Ulf Poschardt?
Er lebt in Berlin.
Diese Fragen spiegeln das öffentliche Interesse an Poschardts Karrierewechsel wider.
Weitere Artikel: Simone Solga: Steckbrief, Karriere & politisches Kabarett | Frank Schätzing Bücher: Bestseller und Romane 2024