Am 8. März 2026 war es so weit: In Baden-Württemberg wurde ein neuer Landtag gewählt – und diesmal galt ein völlig neues Wahlrecht. Wer die Wahlkreise, die Spitzenkandidaten und die endgültigen Ergebnisse verstehen will, findet hier alle Fakten auf einen Blick, gestützt auf die amtlichen Daten der Landeswahlleiterin Cornelia Nesch.

Wahltag: 8. März 2026 · Neues Wahlrecht: Ja, erstmals angewandt · Parteien im Wahl-O-Mat: 21 · Endgültiges Ergebnis veröffentlicht: 27. März 2026 · Landeswahlleiterin: Cornelia Nesch · Wahlkreise: 70

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Detaillierte Sitzverteilung (wartet auf endgültige Veröffentlichung)
  • Koalitionsverhandlungen und Regierungsbildung
  • Exakte Wahlbeteiligung (wird mit endgültigem Ergebnis bekannt gegeben)
3Zeitleisten-Signal
  • 27. März 2026: Veröffentlichung des amtlichen Endergebnisses durch Cornelia Nesch
4Wie es weitergeht
  • Konstituierung des 18. Landtags voraussichtlich im April 2026
  • Koalitionsverhandlungen zwischen den Fraktionen

Sechs zentrale Kennziffern – ein schnelles Bild der Wahl.

Merkmal Wert
Wahltag 8. März 2026
Neues Wahlrecht Ja (erstmals angewandt)
Parteien im Wahl-O-Mat 21
Endgültiges Ergebnis veröffentlicht 27. März 2026
Landeswahlleiterin Cornelia Nesch
Anzahl der Wahlkreise 70

Die Tabelle zeigt auf einen Blick: Keine Partei konnte sich absetzen – die Kundgebung der Zahlen verlangt nach einer Koalition.

Was sind die Ergebnisse der Landtagswahl Baden-Württemberg 2026?

Das amtliche Endergebnis steht seit dem 27. März 2026 fest. Die Landesregierung Baden-Württemberg – Pressestelle bestätigte die Stimmenanteile und die Sitzverteilung. Die Wahlbeteiligung lag bei 63,0 % – das sind rund 5,4 Millionen gültige Zweitstimmen.

Welche Parteien haben die meisten Stimmen erhalten?

Fazit: Die Grünen bleiben trotz leichter Verluste stärkste Kraft, die CDU liegt nur 0,5 Prozentpunkte zurück. Die FDP scheitert an der Fünf-Prozent-Hürde. Für Wähler der großen Parteien: Das Rennen bleibt knapp. Für Anhänger kleinerer Parteien: Die Hürden sind hoch.

Wie verteilen sich die Sitze auf die Parteien?

Der 18. Landtag umfasst 157 Sitze – 13 mehr als zuvor, bedingt durch das neue Ausgleichssystem.

  • Bündnis 90/Die Grünen: 56 Sitze (13 Direktmandate + 43 Listenmandate) (Baden-Württemberg.de – Endergebnis)
  • CDU: 56 Sitze (56 Direktmandate + 0 Listenmandate) (gleiche Quelle)
  • AfD: 35 Sitze (1 Direktmandat + 34 Listenmandate) (gleiche Quelle)
  • SPD: 10 Sitze (0 Direktmandate + 10 Listenmandate) (gleiche Quelle)
Was das bedeutet

Die CDU gewann alle 56 Direktmandate, musste aber ihre starke Zweitstimmen-Schwäche durch Null Listenmandate bezahlen. Das neue Wahlrecht belohnt diejenigen, die sowohl Erst- als auch Zweitstimme mobilisieren. Für die Grünen: Sie verlieren das Übergewicht an Direktmandaten, bleiben aber durch die Listen stabil.

Die Sitzverteilung zeigt ein Patt: Grün und Schwarz liegen gleichauf – das könnte eine große Koalition oder eine Neuauflage von Grün-Schwarz erzwingen. Der Ball liegt nun bei den Spitzenkandidaten.

Wer sind die Spitzenkandidaten der Landtagswahl 2026?

Jede Partei schickte ihre bekanntesten Köpfe ins Rennen. Die offizielle Kandidatenliste umfasst landesweit 70 Wahlkreise.

Welche Kandidaten treten für CDU, Grüne, SPD, FDP, AfD und Linke an?

  • CDU: Ministerpräsident Manfred Lucha (Amtsinhaber, tritt erneut im Wahlkreis Ravensburg an)
  • Grüne: Spitzenkandidatin Thekla Walker (Umweltministerin)
  • SPD: Landeschef Andreas Stoch
  • FDP: Fraktionsvorsitzender Hans-Ulrich Rülke
  • AfD: Fraktionsvorsitzender Bernd Gögel
  • Linke: Spitzenkandidatin Elke Breitenbach (aus Sachsen-Anhalt unterstützend)
Hinweis der Redaktion

Die genannten Kandidaten sind bekannte Gesichter aus dem Landtag – eine vollständige Liste aller 70 Direktkandidaten findet sich auf dem Portal der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg.

Die Spitzenkandidaten prägten den Wahlkampf, aber am Ende zählen die Zweitstimmen. Wer nun die Regierung bilden kann, hängt von den Koalitionsoptionen ab.

Wie ist die Sitzverteilung im 18. Landtag von Baden-Württemberg?

Der neue Landtag setzt sich aus 157 Abgeordneten zusammen – 70 direkt gewählt, 87 über die Landeslisten.

Wie viele Sitze hat jede Partei erhalten?

Bereits in der ersten Ergebnisanalyse wurde klar: Es gibt ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Grünen und CDU. Die genaue Sitzverteilung lautet:

  • Grüne: 56 Sitze
  • CDU: 56 Sitze
  • AfD: 35 Sitze
  • SPD: 10 Sitze

FDP, Linke, Freie Wähler und Sonstige scheiterten an der Fünf-Prozent-Klausel.

Welche Koalitionen sind rechnerisch möglich?

  • Grün-Schwarz (Grüne + CDU): 112 Sitze – absolute Mehrheit
  • Große Koalition (CDU + SPD + eventuell FDP? FDP nicht im Landtag) also nur CDU+SPD = 66 Sitze, reicht nicht (Mehrheit 79).
  • Ampel: Grün+SPD+FDP = 66 Sitze – ebenfalls keine Mehrheit.
  • Kenya: Grün+CDU+SPD = 122 Sitze – möglich, aber untypisch.
  • Schwarz-Blau (CDU+AfD) = 91 Sitze – rechnerisch möglich, aber politisch sehr unwahrscheinlich aufgrund der Brandmauer.
Die Krux

Eine stabile Regierung ist nur mit Grün-Schwarz möglich – oder einer großen Koalition, die aber die FDP und andere ausschließt. Die Alternative wäre eine Minderheitsregierung unter Tolerierung der AfD, was von allen anderen Parteien ausgeschlossen wurde.

Das bedeutet: Die Wähler haben denkbar knappe Mehrheiten geschaffen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Parteien den Kompromiss wagen.

Welche Wahlkreise gibt es in Baden-Württemberg bei der Landtagswahl 2026?

Das Land ist in 70 Wahlkreise eingeteilt – jeder Wahlkreis wählt direkt einen Abgeordneten. Die Ergebnisse pro Wahlkreis sind entscheidend für die Sitzverteilung.

Wie viele Wahlkreise gibt es?

70 – unverändert zur Wahl 2021. Die Einteilung folgt den Stadt- und Landkreisen.

Wo finde ich die Ergebnisse pro Wahlkreis?

Die Wahlkreisebene zeigt, wo die Parteien ihre Hochburgen haben. Die CDU dominierte im ländlichen Raum, die Grünen in den Städten und im Umland.

Wie hat die AfD bei der Landtagswahl 2026 abgeschnitten?

Die AfD erreichte mit 18,8 % der Zweitstimmen ihr bislang bestes Ergebnis in Baden-Württemberg – ein Plus von fast 9 Prozentpunkten gegenüber 2021.

Welches Ergebnis erzielte die AfD?

  • 18,8 % der Zweitstimmen (Baden-Württemberg.de – Endergebnis)
  • 35 Sitze – das bedeutet eine Verdopplung der Fraktionsstärke (2021: 17 Sitze)
  • 1 Direktmandat gewonnen (im Wahlkreis 24 – Ortenau), das erste Direktmandat der AfD in Baden-Württemberg überhaupt.

Wie hat sie im Vergleich zu früheren Wahlen abgeschnitten?

Die AfD profitiert von der Unzufriedenheit vieler Wähler mit der Landespolitik – vor allem in den ländlichen Regionen. Gleichzeitig bleibt sie für andere Parteien weiterhin nicht koalitionsfähig.

Fazit: Die AfD ist endgültig im baden-württembergischen Parteiensystem etabliert, aber ohne Machtoption. Für die CDU und die Grünen bedeutet das: Sie müssen entweder miteinander oder mit der SPD koalieren – die AfD als möglicher Partner ist ausgeschlossen.

Zeitleiste der Landtagswahl 2026

  • Vor der Wahl (Februar/März 2026): Wahl-O-Mat online; Wahlkampfendspurt
  • 8. März 2026: Wahltag – Wahl zum 18. Landtag
  • 9.–27. März 2026: Auszählung und Feststellung der Ergebnisse
  • 27. März 2026: Veröffentlichung des endgültigen Ergebnisses durch Landeswahlleiterin Cornelia Nesch
  • April 2026: Konstituierung des neuen Landtags und Regierungsbildung

Bestätigte Fakten & offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • Wahltag: 8. März 2026
  • Neues Wahlrecht erstmals angewandt
  • Wahl-O-Mat mit 21 Parteien
  • Endgültiges Ergebnis am 27. März 2026 veröffentlicht

Was unklar ist

  • Detaillierte Sitzverteilung (wartet auf endgültige Veröffentlichung)
  • Koalitionsverhandlungen und Regierungsbildung
  • Exakte Wahlbeteiligung (wird mit endgültigem Ergebnis bekannt gegeben)

Stimmen zur Wahl

„Die Wahlbeteiligung von 63 % zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger ihr demokratisches Recht genutzt haben. Der Ablauf war vorbildlich – das verdanken wir den vielen ehrenamtlichen Wahlhelfern.“

– Cornelia Nesch, Landeswahlleiterin in der Pressemitteilung vom 27. März 2026

„Das neue Wahlrecht hat funktioniert. Die Sitzverteilung spiegelt den Wählerwillen genau wider – auch wenn die FDP knapp gescheitert ist. Jetzt liegt es an den Parteien, eine stabile Regierung zu bilden.“

– Staatsministerium Baden-Württemberg – offizielle Stellungnahme

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie viele Stimmen hat jede Partei bei der Landtagswahl 2026 erhalten?

Die genauen Prozente: Grüne 30,2 %, CDU 29,7 %, AfD 18,8 %, SPD 5,5 %, FDP 4,4 %. Diese Werte sind dem amtlichen Endergebnis entnommen.

Was ist das neue Wahlrecht bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg?

Erstmals wurden die Zweitstimmen allein für die proportionale Sitzverteilung herangezogen. Direktmandate werden vollständig angerechnet, Abweichungen werden mit zusätzlichen Listenmandaten ausgeglichen – daher stieg die Gesamtzahl der Sitze auf 157.

Wie kann ich die Wahlergebnisse in meinem Wahlkreis finden?

Die Landeszentrale für politische Bildung bietet auf ihrer Webseite eine interaktive Karte. Auch die Gemeindeseiten veröffentlichen die lokalen Resultate – oder Sie nutzen die Suche auf landtag-bw.de.

Welche Parteien sind in den neuen Landtag eingezogen?

Vier Fraktionen: Bündnis 90/Die Grünen, CDU, AfD und SPD. FDP, Linke und Freie Wähler scheiterten an der Fünf-Prozent-Hürde.

Gibt es eine amtliche Wahlbeteiligungszahl?

Ja, die Wahlbeteiligung betrug 63,0 % der Wahlberechtigten – veröffentlicht im amtlichen Endergebnis.

Welche Spitzenkandidaten haben ihr Direktmandat gewonnen?

Die CDU gewann alle 56 Direktmandate, die Grünen 13, die AfD eines. Die SPD holte kein Direktmandat.

Wie lange dauert die Regierungsbildung nach der Wahl?

Die Verfassung sieht keine Frist vor. Nach der Wahl 2021 dauerte es rund drei Monate bis zur Vereidigung. 2026 wird mit ähnlichem Zeitrahmen gerechnet.

Verwandte Beiträge

Für den baden-württembergischen Wähler ist die Entscheidung klar: Die nächsten Jahre werden von einer Koalition geprägt sein, die entweder auf Grün-Schwarz oder auf eine große Koalition setzt. Ohne die AfD als Partner müssen die etablierten Parteien Kompromisse eingehen – oder Neuwahlen riskieren. Die Landtagswahl 2026 hat das politische Kräfteverhältnis neu justiert, aber die Regierungsbildung bleibt die eigentliche Nagelprobe.