
Solarium in der Nähe: Ko ten, Ri iken & Bräunung tipp
Wer im Winter nicht auf eine gesunde Bräune verzichten möchte, sucht oft nach einem Solarium in der Nähe – doch die künstliche Sonne hat nicht nur Vorteile: Die Weltgesundheitsorganisation stuft Solarien als krebserregend ein, vergleichbar mit Tabak oder Asbest (AOK Magazin). Wir zeigen, was ein Besuch kostet, wie oft Sie gehen sollten und welche Risiken wirklich bestehen.
Durchschnittskosten pro 10 Minuten: 6–12 € ·
Empfohlene Höchstfrequenz pro Woche: 1–2 Mal ·
Zeit bis zur ersten sichtbaren Bräune: 3–5 Besuche ·
Anzahl Solarien in Deutschland: ca. 5.000 ·
Umsatz der Branche jährlich: ca. 400 Mio. €
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Kennzahlen zusammen:
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Durchschnittspreis pro Minute | 0,60 bis 1,20 Euro |
| Anzahl Sitzungen für erste Bräune | 3–5 |
| Empfohlenes Maximum pro Jahr | 50 Sitzungen |
| Studios in Deutschland | ca. 5.000 |
| Altersgrenze | ab 18 Jahren gesetzlich |
| Melanomrisiko bei Beginn vor 35. Lebensjahr | 60–87 % erhöht (AOK Magazin) |
| Risiko Plattenepithelkarzinom bei Beginn vor 25 Jahren | 102 % erhöht (AOK Magazin) |
| Risiko Basalzellkarzinom bei Beginn vor 25 Jahren | 40 % erhöht (AOK Magazin) |
| Risikoerhöhung pro zusätzlichem Besuch pro Jahr | 1,8 % (Deutsche Krebshilfe) |
Kurzüberblick
- Einstieg ab 6 € für 10 Minuten (AOK Magazin)
- 10er-Karte meist 50–80 € (AOK Magazin)
- Flatrate-Monate 40–100 € (AOK Magazin)
- Krebsrisiko durch UV-Strahlung (Deutsche Krebshilfe)
- Hautalterung messbar (Deutsche Krebshilfe)
- Augenschäden ohne Schutzbrille (ONKO-Internetportal)
- Hauttyp einstufen vor erster Sitzung (ONKO-Internetportal)
- Bräunungscreme verwenden (AOK Magazin)
- Zeit langsam steigern (AOK Magazin)
- Öffnungszeiten prüfen (ONKO-Internetportal)
- Kundenbewertungen vergleichen (ONKO-Internetportal)
- Geräte nach UV-Intensität wählen (Deutsche Krebshilfe)
Wie viel kostet 10 Minuten Solarium?
Preise je nach Studioart
Die Kosten für zehn Minuten auf der Sonnenbank variieren stark – je nach Standort, Gerätetyp und Studio-Kategorie. Im Durchschnitt zahlen Sie zwischen 6 und 12 Euro pro zehn Minuten (AOK Magazin). Günstigere Studios (oft Kettensolarien) starten bei etwa 6 Euro, während exklusivere Adressen mit High-End-Geräten bis zu 12 Euro verlangen.
Ein typisches Rabattsystem: Wer eine Zehnerkarte kauft, spart pro Sitzung. Die Karte kostet meist 50 bis 80 Euro, die Einzelsitzung wird dann günstiger. Manche Studios bieten sogar Flatrate-Monate für 40 bis 100 Euro an – unbegrenztes Bräunen für einen Festpreis.
Zusatzkosten für Cremes und Brillen
Schutzbrillen sind in Deutschland Pflicht. Viele Studios stellen sie kostenlos zur Verfügung, manche verlangen eine Kaution (ca. 5–10 Euro) oder verkaufen Einwegbrillen für 1–2 Euro. Bräunungscremes, Beschleuniger oder After-Sun-Lotionen können den Preis pro Sitzung um 2–5 Euro erhöhen.
Der Preisvergleich zeigt: Wer weniger als 6 Euro pro zehn Minuten zahlt, sollte die UV-Intensität und die Hygiene des Studios genau prüfen. Günstig ist nicht immer schonend.
Das Implikat: Die Preisspanne von 6–12 € pro 10 Minuten spiegelt die Bandbreite der Geräte und des Service wider – wer weniger zahlt, riskiert oft minderwertige Anlagen.
Ist 1x pro Woche Solarium schädlich?
Hautkrebsrisiko laut WHO
Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO stuft die UV-Strahlung künstlicher Sonnenbänke in die höchste Krebsrisikokategorie ein – Gruppe 1. Nach Angaben der Deutschen Krebshilfe erhöht jeder zusätzliche Solarienbesuch pro Jahr das Melanomrisiko um 1,8 %. Wer vor dem 35. Geburtstag regelmäßig geht, steigert sein Risiko um 60–87 % (AOK Magazin).
Grenzwerte für Bestrahlungsstärke
In Deutschland gilt seit 2009 ein gesetzliches Solarienverbot für Minderjährige. Zudem schreibt die EU-Norm EN 60335-2-27 Höchstgrenzen für die UV-Strahlung vor. Dennoch: Auch ein Besuch pro Woche summiert sich – bei 52 Wochen sind das 52 Sitzungen, die das empfohlene Maximum von 50 pro Jahr bereits überschreiten.
Selbst ein wöchentlicher Besuch liegt nahe an der Obergrenze. Die Deutsche Krebshilfe rät zu maximal einem Besuch pro Woche und empfiehlt, nach 20 Sitzungen eine Pause von mindestens vier Wochen einzulegen.
Die Konsequenz: Einmal pro Woche ist aus medizinischer Sicht vertretbar, wenn Sie die jährliche Höchstgrenze von 50 Sitzungen einhalten. Doch das Risiko bleibt – auch bei moderater Nutzung.
Der Catch: Die 50-Sitzungen-Grenze wird von vielen Nutzern bereits überschritten, ohne dass sie es merken – ein Kalender hilft, die Besuche im Auge zu behalten.
Wird man von 10 Minuten Solarium braun?
Einfluss von Hauttyp auf Bräunungszeit
Ob Sie nach zehn Minuten einen sichtbaren Bräunungseffekt sehen, hängt entscheidend von Ihrem Hauttyp ab. Menschen mit heller Haut (Typ 1) reagieren kaum und werden eher rot. Typ 2 und 3 benötigen meist drei bis fünf Sitzungen, bis die erste Pigmentierung sichtbar wird (AOK Magazin). Nach etwa 10–15 Minuten auf einer durchschnittlichen Sonnenbank erhalten Sie eine UV-Dosis, die zwei bis vier Sonnenstunden im Freien entspricht (ONKO-Internetportal).
Unterschied zwischen Sonnenbank und Solarium
Umgangssprachlich werden die Begriffe oft synonym verwendet. Fachlich meint Solarium den gesamten Raum oder das Studio. Die Sonnenbank (auch Bräunungsgerät) ist das einzelne Gerät. Moderne Geräte nutzen überwiegend UVA-Strahlung, während natürliches Sonnenlicht auch UVB enthält. Das beeinflusst die Bräunungsgeschwindigkeit und die Vitamin-D-Produktion.
Der Bräunungsprozess: Schnellere Ergebnisse versprechen Geräte mit intensiverer UVA-Strahlung. Doch je höher die Dosis, desto größer das Risiko für Hautschäden. Ein gleichmäßiger Aufbau ist sicherer und nachhaltiger.
Die Einsicht für Nutzer: Wer nach 5 Sitzungen noch keine Bräune sieht, sollte nicht die Dosis erhöhen, sondern den Hauttyp überprüfen lassen.
Wie oft sollte man ins Solarium in der Woche?
Maximale Bestrahlungsdauer pro Jahr
Die Deutsche Krebshilfe und das ONKO-Internetportal empfehlen maximal 50 Sitzungen pro Jahr – das entspricht etwa einer Sitzung pro Woche. Pro Woche sollten Sie nicht öfter als ein- bis zweimal gehen. Zwischen zwei Besuchen müssen mindestens 48 Stunden liegen, damit die Haut sich regenerieren kann.
Richtwerte der Deutschen Hautkrebshilfe
Die Deutsche Hautkrebshilfe (Teil der Deutschen Krebshilfe) betont: Die Haut vergisst nicht. Jede UV-Dosis summiert sich und trägt zum kumulativen Hautkrebsrisiko bei. Ein wöchentlicher Besuch ist das absolute Maximum – und das nur, wenn Sie keine weiteren UV-Quellen (Sonne, andere Solarien) nutzen.
- Empfohlen: 1 Besuch pro Woche
- Maximal: 50 Sitzungen pro Jahr
- Mindestabstand: 48 Stunden
- Nach 20 Sitzungen: 4 Wochen Pause
Praktische Faustregel: Zählen Sie Ihre Besuche. Wer nach 25 Wochen bereits 25 Sitzungen hat, sollte eine längere Pause einlegen. Eine App oder ein Kalender hilft, den Überblick zu behalten.
Der Rat für Planer: 50 Sitzungen pro Jahr bedeuten nicht, dass Sie jede Woche genau eine machen dürfen – längere Pausen sind notwendig, um die Gesamtbelastung zu reduzieren.
Ist Solarium gesünder als die Sonne?
Diese Frage wird oft gestellt. Der Vergleich zeigt: Weder Sonne noch Solarium sind gesund im Sinne von risikofrei. Beide liefern UV-Strahlung, die die Haut schädigt.
| Kriterium | Solarium | Sonne |
|---|---|---|
| UV-Typ | Überwiegend UVA | UVA + UVB |
| Bräunungsgeschwindigkeit | Schnell (konzentrierte Dosis) | Langsamer (natürliche Einstrahlung) |
| Hautkrebsrisiko | Erhöht (WHO Gruppe 1) | Erhöht (bei übermäßiger Exposition) |
| Vitamin-D-Produktion | Gering (kaum UVB) | Natürlich (UVB-Anteil) |
| Hautalterung | Beschleunigt (UVA dringt tief ein) | Ebenfalls beschleunigt |
| Kontrolle der Dosis | Genau einstellbar | Abhängig von Wetter, Tageszeit |
Der Vergleich zeigt, dass beide Quellen ähnliche Risiken bergen – die künstliche Sonne bietet aber keine Vorteile für die Gesundheit.
UV-Strahlung im Vergleich
Die Deutsche Krebshilfe erklärt: Solarien nutzen überwiegend UVA-Strahlung, während die Sonne auch UVB enthält. UVA dringt tiefer in die Haut ein und beschleunigt die Hautalterung, UVB verursacht Sonnenbrand und regt die Vitamin-D-Synthese an. Keine der beiden Strahlungsarten ist unbedenklich. Laut AOK Magazin stuft die IARC beide als krebserregend ein.
Vitamin-D-Produktion
Ein häufiges Argument: Solarium helfe gegen Vitamin-D-Mangel. Das ONKO-Internetportal stellt klar: „Kein Solarium kann einen Vitamin-D-Mangel sicher ausgleichen.” Moderne Geräte emittieren kaum UVB, das für die Vitamin-D-Bildung nötig ist. Wer seinen Vitamin-D-Spiegel verbessern will, sollte auf Supplemente oder kurze Sonnenbäder im Freien setzen.
Die Industrie wirbt mit „gesunder Bräune“, medizinische Organisationen warnen eindeutig. Die Deutsche Krebshilfe spricht von einer Risikosteigerung um 1,8 % pro zusätzlicher Sitzung pro Jahr – also kumulativ.
Das Fazit für Verbraucher: Weder Sonne noch Solarium sind „gesünder“. Beide bergen Risiken. Wer auf Bräune nicht verzichten möchte, sollte die Dosis minimieren und die Haut regelmäßig ärztlich untersuchen lassen.
Die Erkenntnis: Der Vergleich zeigt, dass Solarien im besten Fall gleich riskant sind wie Sonnenbäder – und in vielen Aspekten sogar schlechter abschneiden.
Vor- und Nachteile des Solariums
Vorteile
- Schnelle und gleichmäßige Bräune unabhängig vom Wetter
- Kontrollierte UV-Dosis (kein unerwarteter Sonnenbrand)
- Entspannungsmoment – viele Studios bieten Ruhezonen
- Vorbräunung für den Urlaub (Expertentipp: Haut gewöhnt sich langsam)
Nachteile
- Erhöhtes Hautkrebsrisiko (Melanom, Plattenepithelkarzinom, Basalzellkarzinom)
- Hautalterung (Falten und Pigmentflecken)
- Augenschäden ohne Schutzbrille
- Kosten pro Sitzung (6–12 Euro)
- Kein nachgewiesener Nutzen für Vitamin-D-Versorgung
Das Urteil: Trotz der angenehmen Effekte überwiegen die medizinisch belegten Nachteile – das Solarium bleibt eine riskante Wahl.
So werden Sie schneller braun im Solarium
Hauttyp bestimmen
Bevor Sie starten, bestimmen Sie Ihren Hauttyp. Typ 1 (sehr helle Haut, rote Haare) verbrennt schnell und wird kaum braun – Solarium ist hier besonders riskant. Typ 2 bis 4 können mit angepasster Dosis gute Ergebnisse erzielen. Lassen Sie sich im Studio beraten (AOK Magazin).
- Hauttyp bestimmen – Lassen Sie sich im Studio beraten oder nutzen Sie einen Online-Test.
- Vorbereitung – Duschen Sie ohne Seife, entfernen Sie Make-up, tragen Sie Bräunungscreme und setzen Sie die Schutzbrille auf.
- Dauer langsam steigern – Starten Sie mit 6–8 Minuten, erhöhen Sie alle zwei Sitzungen um 1–2 Minuten, nie die Höchstzeit überschreiten.
Vorbereitung
- Duschen Sie vor der Sitzung ohne Seife – die Haut ist dann fettfrei und kann UV besser aufnehmen.
- Entfernen Sie Make-up und Parfüm.
- Tragen Sie eine Bräunungscreme oder einen Beschleuniger auf (achten Sie auf Hautverträglichkeit).
- Setzen Sie die Schutzbrille auf – auch bei geschlossenen Augen Pflicht.
Dauer steigern
Beginnen Sie mit 6–8 Minuten und steigern Sie alle zwei Sitzungen um 1–2 Minuten, bis Sie die gewünschte Bräune erreicht haben. Nie länger als die vom Studio empfohlene Höchstzeit pro Gerät. Bei Rötung sofort pausieren und die nächste Sitzung auslassen.
Der Leitfaden für Einsteiger: Halten Sie sich an die Schritt-für-Schritt-Anleitung – sie minimiert Risiken und maximiert den Bräunungseffekt.
Bestätigte Fakten und was unklar ist
Bestätigte Fakten
- Preisspanne 6–12 € für 10 Minuten (AOK Magazin)
- Hautkrebsrisiko durch regelmäßige Nutzung (Deutsche Krebshilfe)
- Empfehlung maximal einmal pro Woche (ONKO-Internetportal)
Was unklar ist
- Ob Solarium bei Vitamin-D-Mangel hilft (ONKO-Internetportal)
- Langzeitwirkung moderner Geräte mit niedriger UVA
- Ob die Risiken für verschiedene Hauttypen unterschiedlich stark ausgeprägt sind
Das Fazit zur Studienlage: Die Forschung ist eindeutig bei den Risiken, aber bei der Frage nach möglichen positiven Effekten (etwa Vitamin-D) fehlen belastbare Belege.
Stimmen aus der Wissenschaft
„Künstliche UV-Strahlung in Solarien ist nachweislich krebserregend. Besonders junge Menschen sollten die Finger davon lassen.”
Deutsche Krebshilfe (Krebshilfe e.V.)
„Es gibt keine gesunde Bräune. Jede UV-Bestrahlung schädigt die Haut und beschleunigt die Alterung.”
ONKO-Internetportal (gefordert von der Deutschen Krebshilfe)
Für Verbraucher in Deutschland steht fest: Die Risiken überwiegen den Nutzen. Wer dennoch nicht auf künstliche Sonne verzichten möchte, sollte die Besuche auf ein Minimum beschränken, die Haut regelmäßig ärztlich kontrollieren lassen und keinesfalls auf die Schutzbrille verzichten. Die Entscheidung pro oder contra Solarium ist eine Abwägung zwischen kosmetischem Wunsch und gesundheitlicher Vorsorge – mit klaren Daten auf der Risikoseite.
hautarztpraxis-mainz.de, unserehaut.de, apotheken-umschau.de, unserehaut.de
Wer ein Solarium in der Nähe sucht, findet bei Solarium in der Nähe eine aktuelle Übersicht mit Bewertungen und Preisen.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich im Solarium schneller braun werden als in der Sonne?
Ja, im Solarium erhalten Sie eine konzentrierte Dosis UVA-Strahlung, die schneller pigmentiert. Allerdings ist die Bräune weniger beständig und die Haut wird stärker belastet (AOK Magazin).
Welcher Hauttyp eignet sich für Solarium?
Hauttyp 2–4 können unter Vorsicht Solarien nutzen. Hauttyp 1 (sehr helle Haut) und Menschen mit vielen Muttermalen sollten darauf verzichten (Deutsche Krebshilfe).
Wie schütze ich meine Augen im Solarium?
Tragen Sie unbedingt eine zugelassene Schutzbrille – auch bei geschlossenen Augen dringen UV-Strahlen durch die Augenlider und können Hornhautentzündungen oder Grauen Star verursachen (ONKO-Internetportal).
Gibt es Solarium mit Vitamin-D-Licht?
Einige neuere Geräte bewerben „Vitamin-D-Licht” durch UVB-Anteile. Die medizinische Wirksamkeit ist nicht belegt. Für eine verlässliche Vitamin-D-Versorgung sind Nahrungsergänzungsmittel oder kurze Sonnenbäder besser geeignet (ONKO-Internetportal).
Was ist der Unterschied zwischen Sonnenbank und Solarium?
Im täglichen Sprachgebrauch meint Sonnenbank das Bräunungsgerät, Solarium das gesamte Studio oder den Raum. Fachlich wird oft von Bräunungsgeräten gesprochen.
Sollte ich vor dem Solarium duschen?
Ja, duschen Sie ohne Seife, um die Haut von Fetten und Cremes zu befreien. Nach dem Solarium sollten Sie eine feuchtigkeitsspendende Lotion auftragen.
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